40 Tage bis Ostern:Mit dem EKKO durch die Fasten- und Osterzeit

For Real?
40 Tage Fastenzeit liegen vor uns. Damit diese Tage wirklich zu einer geprägten Zeit werden und wir uns gut auf Ostern vorbereiten können, gibt es im EKKO ein abwechslungsreiches Programm mit Gottesdiensten, Fahrten, Kreativem.
Alles steht unter dem Motto: For Real? Denn beim Fasten wie überhaupt im Leben stellt sich ja ständig die Frage: Meinst Du das ernst? Glaubst Du das? Wirklich? In diesem Jahr gilt das in besonderer Weise. Denn unser Glaubensbekenntnis, das in großen Teilen auf das sogenannte Konzil von Nicäa zurückgeht, wird 1700 Jahre alt. Darum wollen wir die Fragen nach dem Glauben in den Mittelpunkt stellen.
Für manche Aktionen bitten wir um eine Anmeldung! Schaut also gerne mal durch und meldet Euch am besten direkt an!
Programm im Überblick

Sonntags in der Fastenzeit, 18 Uhr, Bonner Münster
Junge Messe mit Predigtreihe "For Real?"
Dienstags in der Fastenzeit, 7 Uhr, Bonner Münster
Frühschicht mit anschließendem Frühstück
Freitag, 11. April, - Sonntag, 13. April, Kloster Marienstatt
Gründonnerstag, 17. April, Bonner Münster
Liturgische Nacht
17 Uhr: Kerzen basteln, Gespräch, Beichtmöglichkeit, Abendessen
20 Uhr: Gottesdienst mit der Münstergemeinde, Filmabend und Anbetung
Karfreitag, 18. April, Bonner Münster
10:30 Uhr: Jugendkreuzweg und Struwen essen
15 Uhr: Karfreitagsliturgie mit der Münstergemeinde
Ostersonntag, 20. April, 18 Uhr, Bonner Münster
Junge Messe, anschließendes Osterfeuer
Ostermontag, 21. April, - Sonntag, 27. April
1700 Jahre Konzil von Nicäa

Im Jahr 2025 erinnert die Gemeinschaft der Christen weltweit an das erste Ökumenische Konzil, das vor 1.700 Jahren im Jahre 325 in Nizäa stattgefunden hat.
Im Jahr 325 ereignete sich in Nizäa, der heutigen Türkei, Entscheidendes: Bischöfe aus der ganzen damals christianisierten Welt (der ganzen bewohnten Erde, also der Oikoumene) trafen sich auf Einladung von Kaiser Konstantin, um miteinander die Grundlagen des noch jungen christlichen Glaubens zu beraten und zu beschließen. Noch heute bilden die Beschlüsse dieses Konzils die Ankerpunkte christlicher Theologie – und zwar über die Konfessionsgrenzen hinweg. Grund genug also, im Jahr 2025, 1.700 Jahre später, Fragen zu stellen:
- Was ist damals eigentlich geschehen?
- Welche Weichen für das Christentum wurden dort gestellt?
- Wie lief so ein Konzil ab und wie würde es heute vonstatten gehen?
- Welche Beschlüsse sind für uns noch heute relevant?
Die Konzilsväter berieten über Themen wie ein gemeinsames Osterfestdatum und über die Gottheit Christi. Letzteres klingt kompliziert, legt aber den Grundstein für das heutige Verständnis der Trinität. Hätte sich damals Arius, ein Verfechter der reinen Menschheit Christi, durchgesetzt, wäre die christliche Welt wohl eine andere. Dass wir heute Gott in drei Personen ehren, hat entscheidend mit den Beschlüssen des damaligen Konzils zu tun.
Die Einberufung durch Kaiser Konstantin klingt für heutige Ohren befremdlich: Ein Kaiser, der ein christliches Konzil einberuft? Darf er das? Damals war die Verquickung zwischen Kirche und Staat deutlich enger. Auch hier stellt sich für uns heute die Frage, wie wir die Beziehung zwischen Kirche und Staat verstehen und gestalten.
Und zuletzt hat das Konzil von Nizäa 325 den Grundstein für das sogenannte Große Glaubensbekenntnis, das Nizäno-Constantinopolitanum, gelegt, das beim Konzil von Konstantinopel 381 seine heute immer noch viel verwendete Form erhielt. Es ist ein Glaubensbekenntnis, das wir trotz der unterschiedlichen Konfessionszugehörigkeit gemeinsam beten und bekennen können.
- Wie bekennen wir heute unseren Glauben?
- Woran glauben wir?
- Wie wollen wir dieses Bekenntnis in die Welt tragen?
All das sind Fragen, die wir ausgehend vom Jubiläum des Konzils von Nizäa in ökumenischer Verbundenheit bedenken.